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DIE FESTUNG ISABEL II AUF "LA MOLA" IM HAFEN VON MAÓ - MENORCA

 



Die Festung Isabel II wurde von 1848 bis 1875 gebaut, als die Briten drohten, die Insel wieder zu besetzen und als Stützpunkt für

 

ihre Verteidigung gegen die Franzosen zu benutzen. Zu jener Zeit machten sich diese beiden Staaten gegenseitig die Vorherrschaft und Kontrolle über das Mittelmeer streitig.

Nach dem Ende der Napoleonischen Kriege 1815 war das Mittelmeer ständig bewegt gewesen. Seither kreuzten sich dort die Schiffsrouten der Franzosen und Briten, was immer wieder Spannungen zwischen beiden Staaten erzeugte, besonders nach der Niederlassung der Franzosen 1830 in Algerien.


 
La Mola
 
Pueta de la Reina

Schon vor ihrer Fertigstellung war die Festung veraltet. In den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Technik de Artillerie in riesigen Schritten. Statt der bisher üblichen Vorderladerkanonen (die Kugeln wurden durch die Feuermündung geladen) begann man leistungsstarke Hinterladerkanonen (Ladung durch den Kolben) zu bauen, mit Kannelierung des Ladelaufs (gerilltem Inneren des Laderohrs), wodurch die Kugel stabilisiert und eine genauere Zielung erreicht wurde.

Dies bedeutete, dass das gesamte Verteidigungssystem der Insel neu überdacht werden musste. Statt alle geplanten Kanonenstellplätze innerhalb der Festung mit Artillerie zu bestücken, wurde eine zweite Bauphase begonnen, (1896), in der eine Reihe von Schützständen an der Küste gebaut wurden. Diese Schützstände sollten die Küsten von Menorca aus größerer Entfernung verteidigen, und mit den starken Geschossen waren sie Imstande jedes angreifende Schiff aufzuhalten.